Unter Leberzirrhose versteht man den irreversiblen, progredient narbigen Umbau des Lebergewebes durch den Ersatz des Leberparenchyms mit bindegewebigen Strukturen. Als häufigste Ursachen findet man Alkoholabusus, chronische Hepatitiden und einige stoffwechselbedingte Zirrhosen. Durch den Umbau bzw. Abbau des normalen Lebergewebes kommt es zu einer deutlichen Einschränkung der Leberfunktion.
Patienten mit beginnender Leberzirrhose sollte man mit einer gastroenterologischen Basisdiät und dem völligen Verzicht auf Alkohol diätetisch behandeln.
Bei fortgeschrittener Leberzirrhose wird häufig eine zusätzliche Eiweißbeschränkung notwendig. Als Eiweißspender sollten vorwiegend Fleisch und Wurstwaren dienen. Bei Wasseransammlung im Bauch und/oder in den Beinen sollte die Kochsalzzufuhr auf höchstens 5 bis 6 g pro Tag beschränkt werden. Dies erreicht man, indem man auf das Nachsalzen beim Kochen und Essen sowie auf salzreiche Nahrungsmittel (z. B. Salzstangen, Fleisch-, Wurst- und Fischkonserven, geräucherte Sorten) verzichtet. Medikamente, auch nichtrezeptpflichtige, sollten nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden.
Besonders achten sollte man auf versteckten Alkohol in Nahrungsmitteln, "gefährlich" sind hier z. B. Pralinen, alkoholgetränkter Kuchen, Desserts und mit Alkohol zubereitete Soßen. Übermäßigen Eiweißverzehr sollte man vermeiden, da dieser keinen Vorteil bringt, sondern bei fortgeschrittener Lebererkrankung zu einer "Eiweißüberlastung" führen kann.
