Unter Osteoporose versteht man einen Verlust an Knochensubstanz. Der langsam fortschreitende Prozeß bewirkt eine Stabilitätsminderung des Knochens, was schließlich schon bei geringer Belastung zu Knochenbrüchen führen kann. Die Beschwerden sind im Anfangsstadium nur gering ausgeprägt (z. B. Rückenschmerzen) oder fehlen vollständig. Hauptrisikofaktor für die Osteoporose sind eine erbliche Belastung und eine zu geringe Calciumzufuhr über die Nahrung. Die Entstehung der Osteoporose wird außerdem gefördert durch Vitamin-D-Mangel, Mangel an weiblichen Geschlechtshormonen bei Frauen in den Wechseljahren, Bewegungsmangel, Rauchen, Alkoholmißbrauch und bestimmte Medikamente (z. B. Cortison).
Die wichtigste Empfehlung ist, auf eine ausreichende Calciumzufuhr zu achten. Die Empfehlungen der DGE für die tägliche Calciumzufuhr:
Calciumgehalt wichtiger Milchprodukte:
Liegt eine Unverträglichkeit von Milchprodukten und gleichzeitig ein hoher Calciumbedarf vor, sollte man Calcium in Form von Tabletten einnehmen. Sind Nierensteine bekannt, ist jedoch Vorsicht geboten. Alkohol sollte nur in kleineren Mengen genossen werden, da Alkohol den Calciumstoffwechsel beeinträchtigt.
Empfehlenswert ist es, das Rauchen einzustellen und zusätzlich für regelmäßige körperliche Bewegung zu sorgen, da diese den Calciumeinbau in den Knochen fördert. Eine Überbeanspruchung ist aber gefährlich. Bei Bettlägerigkeit kann man durch intensive Gymnastik einem Knochenverlust vorbeugen. Liegt eine erbliche Belastung oder eine nachgewiesene Osteoporose vor, sollte bei Frauen während und nach den Wechseljahren eine Behandlung mit weiblichen Geschlechtshormonen erfolgen, um einem weiteren Knochenverlust entgegenzuwirken. Die Behandlung muß vom Frauenarzt überwacht werden. Andere Medikamente gegen Osteoporose sind nur in bestimmten Fällen sinnvoll und sollten nur nach fachärztlicher Rücksprache eingesetzt werden.