75% aller Erwachsenen Männer sind übergewichtig und 50% aller Frauen. Betrachtet man nun noch die Tatsache, dass abgesehen von einer erblichen Veranlagung ein vorhandenes Übergewicht und mangelnde körperliche Aktivität zwei der drei Hauptursachen für Diabetes sind – Sollte man die „mir gefällt mein Körper wie er ist“-Einstellung vielleicht noch einmal überdenken.
Diabetes wird in mehrere Gruppen und Unter-Gruppen unterteilt, für unsere Zielgruppe ist hauptsächlich nur der Typ2-B (Diabetes mit Adipositas) erwähnenswert. Daher werden wir uns nachfolgend auch überwiegend mit Typ2-Diabetes beschäftigen.
Da Diabetes aus medizinischer Sicht schon etwas komplizierter ist wollen wir uns hier auf die Grundlagen konzentrieren: Das Hauptproblem bei Diabetes besteht darin, dass der Körper zu wenig (Typ2) oder gar kein Insulin (Typ1) herstellt.
Wofür ist das Insulin zuständig?
Das Insulin hat in unserem Körper zwei Hauptaufgaben:
Was für Probleme treten dadurch auf?
Die meisten Probleme beim Diabetes verursacht der vom Körper schlecht regulierte Blutzuckerspiegel. Wenn man diesen nicht regelmäßig selbstständig kontrolliert und reguliert, können unter anderem auftreten:
Ständiges Durstgefühl, häufiges Wasserlassen, Infektneigung, massiver Gewichtsverlust, verminderte Hirnleistung, Krampfanfälle, vermehrte Adrenalinausschüttung, zittrige Hände, Schweißausbrüche bis hin zu lebensbedrohlichen Schockzustände.
Die Auslöser von Diabetes sind medizinisch noch nicht geklärt und es gibt viele umstrittene Theorien. Fest steht jedoch, das Übergewicht einer der größten Risikofaktor ist. Was damit zusammenhängt, dass Insulin unter anderem für den Fettabbau im Körper zuständig ist und die Reduzierung der Insulinproduktion (Diabetes) mehr oder weniger ein natürlicher Schutzmechanismus des Körpers ist um das Übergewicht los zu werden.
Die Diagnose von Diabetes, gerade vom Typ2, ist nicht sonderlich leicht. Das Problem besteht darin, dass die Symptome sich meist schleichend entwickeln und man die Vorzeichen somit nicht so leicht erkennt. Es wird sogar geschätzt, dass 20% - 50% aller Typ2-Diabetes kranken gar nichts von Ihrer Krankheit wissen. Da die meisten erst zu einem sehr späten Zeitpunkt, wenn die Krankheit sich bereits voll entwickelt hat, zum Arzt gehen.
Anzeichen einer Diabetes-Erkrankung sind unter anderem:
Hauptsymptom ist übrigens das ausscheiden von Zucker im Urin, so wurde in der Antike die Diagnose durch eine Geschmacksprobe des Urins gestellt. Schmecke der Urin süß ist man von einer Diabetes-Erkrankung ausgegangen.
Jedenfalls, wer die Vermutung hat, dass etwas nicht stimmt kann jederzeit zum Arzt gehen und sich binnen Minuten testen lassen. Besonders ist dies Personen anzuraten welche Verwandte mit einer Diabetes-Erkrankung haben, hier ist die Wahrscheinlichkeit um das 20 fache höher an Diabetes zu erkranken. Ab dem 55 Lebensjahr wird empfohlen sich mindestens alle drei Jahre einmal testen zu lassen.
Bei Typ1 Diabetes gibt es keine Therapie, der einzige Weg um die Symptome zu bekämpfen besteht in einer Lebenslangen Insulintherapie. Bei Typ2 Diabetes hat sich gezeigt, dass 50% aller erkrankten nach einer Gewichtsabnahme von etwa 10 Kilogramm wieder einen normalen Blutzuckerspiegel erreichen.
Leider gibt es nicht sonderlich viel was man hier machen kann, die zwei Zauberworte lauten hier: Eine gesunde Ernährung, möglichst auf „schnelle Kohlenhydrate“ verzichten (Zucker) und regelmäßige Bewegung. Aktuellen Studien zufolge sollte man mindestens 3 mal wöchentlich für mindestens 30 Min eine leicht anstrengende Tätigkeit ausführen um Stoffwechselerkrankungen wie beispielsweise Diabetes vorzubeugen.