Das große Informationsportal zum Thema Abnehmen / Diät

<<< Zurück zur Übersicht | Magersucht / Bulimie

Magersucht / Bulimie

Magersucht / Bulimie


Datum: 2011-11-16 | Kategorie: Abnehmen mit Diäten > Krankheiten / Risiken

Wie man bereits im Artikel „Ab wann besteht eine Esssucht?“ nachlesen konnte sind die vier häufigsten und anerkannten Essstörungen: Die Esssucht, das „Binge Eating“ (Essattacken), die Magersucht (Anorexia nervosa) und die Bulimie bzw. Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa). 

Nachdem wir in obigen Artikel bereits die Essstörungen durchgegangen sind wo es hauptsächlich um das Übergewicht ging, wollen wir in diesem Artikel die Essstörungen durchgehen wo es meistens zu Untergewicht kommt: Die Magersucht und die Bulimie.

Die Magersucht

Die Magersucht ist wohl die schlimmste aller Essstörungen. Magersucht zählt zu den psychischen Erkrankungen mit der höchsten Sterberate, insgesamt sterben etwa 15% aller erkrankten! 

Die meisten Magersüchtigen leiden unter einem mangelnden Selbstwertgefühl, was mit der falschen Selbsteinschätzung des Gewichts zusammenhängt. Selbst stark untergewichtige Magersüchtige empfinden den eigenen Körper als „zu dick“. Als Konsequenz daraus wird die Nahrungszufuhr eingeschränkt bzw. gar nicht mehr durchgeführt. Zudem werden oft Medikamente zur Hilfe genommen wie beispielsweise Abführmittel.

Als Magersüchtig gilt jemand mit einem BMI unter 17,5.

Ein sehr gutes Buch zu dem Thema ist beispielsweise: „Wege aus dem goldenen Käfig - Anorexie verstehen und behandeln“ von Alexa Franke.

„Die anorektische Frau lehnt das Essen ab und beschäftigt sich doch mehr damit als die meisten Gourmets. […] Sie lehnt ihren Körper ab, konzentriert sich jedoch in all ihrem Denken und Handeln auf ihn“

Die Magersucht entwickelt sich meistens bei Teenagern, der Einstieg kann beispielsweise eine Diät sein welche außer Kontrolle gerät. Selten kann sich die Krankheit auch bei Erwachsenen entwickeln. 11 von 12 erkrankten sind Frauen.

Die Bulimie

Wie auch bei der Magersucht, leiden auch an Bulimie zu über 90% nur Frauen. Besonders anfällig für Bulimie sind Frauen bei welchen durch den Beruf ein Erfolgsdruck vorhanden ist wie beispielsweise bei Fotomodellen, Tänzerninnen oder auch Skispringerinnen. 

Die zwei großen Unterschiede zur Magersucht bestehen darin, dass bei der Bulimie oftmals sogenannte „Essattacken“ vorhanden sind, es also durchaus Nahrung zu sich genommen wird. Das Essen danach allerdings mit Hilfe von Erbrechen wieder ausgeschieden wird. Zum anderen müssen Bulimie-Erkrankte Menschen nicht zwangsläufig an einem Über- oder Unter- Gewicht leiden, wodurch die Diagnose der Bulimie von einem außenstehenden nicht so einfach ist. 

Zwischen den Essattacken können teilweise mehrere Wochen liegen, aber auch nur wenige Stunden. Meist haben die Erkrankten bei den Essattacken das Gefühl die Kontrolle zu verlieren und Erbrechen sich dann aus Scham oder Angst zuzunehmen.

Die Bulimie fängt meist zwischen den 17 und 18 Lebensjahr an.

Die Folgen einer Magersucht / Bulimie

Folgen dieser Essstörungen sind unter anderem: Kälteempfindlichkeit durch die fehlende Fettschicht und den eingeschränkten Stoffwechsel, Schwindelgefühle, Kopfschmerzen, Ohnmachtsanfälle, hormonelle Störungen, trockene Haut, Wachsen von Haaren auf dem Rücken und/oder im Gesicht, verlangsamter Herzschlag, niedriger Blutdruck, Unterzuckerung, Blutarmut, Osteoporose …

Die Liste könnte man endlos Fortsetzen, in sehr schlimmen Fällen, bei der Magersucht sogar bis zu 15%, führen diese Erkrankungen bis zum Tode. 

Behandlung einer Magersucht / Bulimie

Im Zentrum der Behandlung einer Essstörung steht die Psychotherapie, im Fall von jugendlichen oftmals auch in Verbindung mit familientherapeutischen Behandlungsprogrammen. Meist wird in der Therapie auch mit Ernährungstagebüchern gearbeitet. Da bei Essstörungen oftmals starke Selbstzweifel vorhanden sind wird hier auch oft mit Medikamenten wie beispielsweise Antidepressiva gearbeitet. In sehr schlimmen Fällen kann auch eine stationäre Behandlung notwendig sein. Aber, gerade wenn die Essstörung in sehr jungen Jahren auftritt, haben die Patienten meistens ein Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.