Über 250.000 Menschen erleiden jährlich in Deutschland einen Schlaganfall, 20.000 sterben jedes Jahr an den Folgen. der Schlaganfall liegt damit auf Platz zwei der häufigsten Todesursachen weltweit! Auch wenn die meisten davon ausgehen man müsste "alt" sein um einen Schlaganfall zu erleiden und das durchschnittliche Alter auch zwischen 70 - 75 Jahren liegt, so erleiden 10% aller Schlaganfälle Personen unter vierzig Jahren. Meistens sind die Ursachen hierfür Übergewicht und zu wenig Bewegung! Wer sich jetzt denken sollte: "Da bin ich ja noch im sicheren Alter", selbst Kinder und Neugeborene können einen Schlaganfall erleiden.
Ein Schlaganfall ist nichts anderes als das verstopfen einer Blutleitung welche zum Gehirn führt. Dies kann entweder durch einen kleinen Blutklumpen (Embolus) entstehen oder durch Kalkablagerungen (Thrombus) in den Blutleitungen. Eine Ursache für einen Embolus kann beispielsweise langes - insbesondere im Knie angewinkeltes - Sitzen sein, da hier das Blut teilweise nicht mehr richtig zirkulieren kann und so Blutklumpen entstehen können. Ein Thrombus entsteht vor allem durch wenig Bewegung, Übergewicht und zusätzlichen Faktoren wie beispielsweise das Rauchen.
Jedenfalls, ist eine Blutleitung zum Gehirn verstopft, ist es nichts weiter als langes Luft anhalten oder oder ertrinken - Mit dem Unterschied, dass nur Teile des Gehirns betroffen sind. Es kommt kein Blut mehr zu bestimmten Hirnregionen, somit kann das Blut diese Zellen auch nicht mit Sauerstoff versorgen, diese Zellen sterben ab und man redet von einem Schlaganfall.
Je nach Hirnregion kann dies dann verschieden Funktionen des Gehirns einschränken: Bewegung, Sprache, Bewusstsein, sehen, fühlen, Koordination etc.
Die Vorzeichen eines Schlaganfalls, auch transitorische ischämische Attacke genannt, sind leider sehr leicht zu übersehen bzw. sehr allgemein. Es wurde jedoch nachgewiesen, dass ein Großteil der Menschen, welche mehrere dieser Vorzeichen verspüren auch tatsächlich einen Schlaganfall erleiden. Man sollte also auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen wenn man ein oder mehrere der folgenden Anzeichen verspürt:
In der Regel halten diese Beschwerden dann von einige Minuten bis zu einer Stunde an - Klingen die Beschwerden auch nach einen ganzen Tag nicht ab, so kann man davon ausgehen, dass bereits ein Schlaganfall eingetreten ist.
Der einzige Möglichkeit um hier wirklich auf Nummer sicher zu gehen - gerade wenn mehrere Anzeichen gleichzeitig eintreten - Ist direkt einen Arzt aufzusuchen.
Auch wenn die Symptome dich zurück bilden, so erleiden statistisch gesehen 30% der Menschen welche solche Vorzeichen verspüren und ignorieren innerhalb der nächsten 5 Jahren einen Schlaganfall.
Natürlich kann man hier nun das Sandart-Programm auflisten - Was in 99% eh niemand machen wird, so lange keine akute Gefahr eines Schlaganfalls vorhanden ist:
Da dieses allgemeine Tipps - Auch gesunder Lebensstil genannt - eh schon jeder kennt, hier ein paar Tipps welche man vielleicht auch wirklich umsetzt:
Da langfristig gesehen wohl niemand seine Ernährung umstellen wird kann man sich Vitamintabletten mit B6, B12 und Folsäure kaufen. Vitamintabletten erzielen zwar keine so gute Wirkung wie direkt die richtigen Nahrungsmittel zu verzehren - Doch immerhin besteht hier die Chance, dass man die Vitamintabletten auch tatsächlich zu sich nimmt im Gegensatz zu einer Ernährungsumstellung. Wer es mit einer Ernährungsumstellung probieren möchte kann folgende Nahrungsmittel nutzen:
Fischgerichten allgemein wird auch eine schützende Wirkung zugeschrieben - Dies ist allerdings nicht nachgewiesen.
Studien belegen, dass Frauen weniger Schlaganfälle erleiden als Männer: Als Ursache wird ein Eisen-Überschuss im Blut der Männer vermutet - Was Frauen durch die monatliche Blutung ausgleichen. Männer können hier beispielsweise Blutspenden gehen - Was teilweise sogar noch etwas Geld bringt.
Regelmäßiger Konsum von Acetylsalicylsäure (Aspirin) besitzt zudem auch einen Nutzen zur Prävention von Schlaganfällen.
Und, auch wenn dies wohl der schlechteste Weg ist um sich gegen Schlaganfälle zu schützen, Alkohol hilft auch bei der Prävention von Schlaganfällen. Allerdings ist der Grad zwischen "Nutzen" und "Schaden" sehr schmal.
Insgesamt sei zu sagen: Desto schneller die Behandlung nach einem Schlaganfall erfolgt, desto höher sind die Heilungsaussichten.
Sofern keine Blutung im Gehirn besteht sondern lediglich ein Blutgerinnsel ein Hirngefäß verstopft, können innerhalb von 6 Stunden spezielle Medikamente eingesetzt werden um das noch nicht abgestorbene Hirngewebe in der Region der Verstopfung zu retten (Lysetherapie).
Ist allerdings bereits ein Gewebeschaden und eine dadurch erfolgte Behinderung erfolgt, dann gibt es fast keine Möglichkeiten der Heilung mehr. Es bleibt so gesehen nur noch die Ergotherapie, da dieses Thema allerdings etwas komplexer ist und den hier vorhandenen Platz sprengen würde, kann man sich auf folgender Seite, welche sich auf das Thema Ergotherapie spezialisiert hat, weiter zu informieren:
Das wichtigste bei einem Schlaganfall ist es schnell zu reagieren und bei einem möglichen verdacht direkt einen Arzt zu kontaktieren bzw. sich untersuchen zu lassen. Ist ein Schlaganfall erst einmal erfolgt und ein Schaden dadurch entstanden, so lässt dieser sich meistens nicht mehr beheben bzw. höchstens mit einer Jahre langen Therapie. Vor allem sollte man sich vor Augen halten, dass 10% aller Schlaganfälle Personen unter vierzig Jahren passieren und man somit selbst in jungen Jahren davon betroffen sein kann.