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Neue Studie: Hunger einfach „wegdenken“?

Neue Studie: Hunger einfach „wegdenken“?


Datum: 2011-11-22 | Kategorie: Abnehmen mit Diäten > Kurioses

Vor kurzem wurde eine neue kuriose Studie im Wissenschaftsmagazin „New Scientist“ veröffentlicht. Suzanne Higgs, Forscherin an der Universität Birmingham hat sich für den Versuch 50 Studenten und Studentinnen genommen, diese in zwei Gruppen aufgeteilt und die eine Gruppe darum gebeten sich vorzustellen etwas zu essen und die andere Gruppe darum gebeten an Münzen zu denken.

Ergebnis: Die Gruppe welche konstant an Essen gedacht hat, hat tatsächlich am Ende weniger gegessen!

Die Studie im Detail:

Aufgabe, Gruppe #1: Die erste Gruppe hatte die Aufgabe sich ruhig hinzusetzen, sich nicht ablenken zu lassen vom Fernsehen oder sonstigen Gegenständen in der Umgebung. Nun sollte man sich vorstellen 30 Pralinen Stück für Stück zu essen. Also nicht bloß runter zählen: 30 … 29 … 28 … sondern wirklich den Vorgang im Kopf abspielen: Man nimmt sich eine Praline, packt diese in Ruhe aus, nimmt sie in den Mund, lässt diese genüsslich im Mund zerschmelzen … und diesen Vorgang mit 30 Pralinen wiederholen.

Aufgabe, Gruppe #2: Die zweite Gruppe hatte dieselbe Aufgabe, nur ging es hier nicht um Pralinen sondern man sollte in einen Waschsalon gehen und Münzen in einen Automaten werfen. 

Nachdem beide Gruppen diese Aufgaben erfüllt hatten, wurden den Probanden Pralinen angeboten mit dem Ergebnis, dass Gruppe #1 deutlich weniger Pralinen gegessen hat.

Fazit: 

Ich persönlich würde mit ja denken: „Wenn ich an Pralinen denke, dann bekomme ich doch höchsten Hunger auf Pralinen“. Doch wer weiß schon wie unser Gehirn funktioniert … meine Empfehlung wäre, sollte man diese Technik einmal ausprobieren wollen, ein Ernährungstagebuch zu führen und das vorher / nachher Ergebnis zu vergleichen. Vielleicht ist es ja wirklich so einfach den Hunger zu überlisten?

Diese Technik wird übrigens auch in anderen Bereichen eingesetzt, beispielsweise wenn eine Skispringer sich auf den Sprung vorbereiten soll, geht man den Sprung in Gedanken noch einmal durch um sich auf diesen vorzubereiten – Also, ganz abwegig ist diese Studie ja nun nicht…