Das große Informationsportal zum Thema Abnehmen / Diät

<<< Zurück zur Übersicht | Kann man mit Medikamenten wirklich abnehmen?

Kann man mit Medikamenten wirklich abnehmen?

Kann man mit Medikamenten wirklich abnehmen?


Datum: 2010-09-30 | Kategorie: Abnehmen mit Medizin OP > Funktioniert es wirklich?

Die kurze Antwort ist: Ja, man kann mit Medikamenten abnehmen! Die spannendere Frage ist aber eher, welche Medikamente funktionieren auch tatsächlich?

Generell kann man einfach in die Apotheke gehen und sich ein Medikament zum Abnehmen kaufen. Seit Neuestem ist es Pharmaunternehmen jedoch erlaubt, Medikamente auch ohne nachgewiesene Wirkung zu verkaufen.

Früher mussten die Pharmaunternehmen noch nachweisen, dass mit einem Medikament ein Effekt erzielt wird, bevor es verkauft werden durfte. Heutzutage ist dies nicht mehr nötig, das entsprechende Gesetz wurde 2010 abgeändert.

Dies bedeutet also im Klartext, dass in der Apotheke ein Medikament mit dem Namen „Abnehmen2000“ stehen könnte, das Medikament aber nur aus Puderzucker besteht und absolut gar keine Wirkung hat!

Welche Medikamente wirken tatsächlich?

Vorab sei gesagt, dass wir hier von richtigen Medikamenten sprechen und nicht irgendwelchen, teilweise im Internet beworbenen „Traumfigur-in-einer-Woche-Pflastern“ oder ähnlichen Produkten.

Es gibt momentan drei Arten von Medikamenten, welche auch eine nachgewiesene Wirkung haben – alle haben sie aber eines gemeinsam: Diese Medikamente sind in Deutschland rezept- bzw. verschreibungspflichtig!

Im Umkehrschluss kann man somit davon ausgehen, dass nahezu alle frei verkäuflichen „Medikamente“ oder „Wundermittel“ nutzlos sind!

Hier die drei Medikament-Arten, welche auch nachweisbar funktionieren:

- Fettblocker

Fettblocker werden zusammen mit der Nahrung eingenommen und stoppen den Darm dabei, ca. 30 % der Fette zu verarbeiten. Was allerdings auch den Nachteil hat, dass bei dieser Methode die in den Fetten enthaltenen Vitamine nicht aufgenommen werden. So kommt es häufig zu einem Mangel an den Vitaminen A, D und E. Da die Nahrung im Darm nicht richtig verarbeitet wird, führt die Einnahme zudem meistens zu übel riechenden Blähungen, Durchfall und Fettstuhl.

- Appetitzügler

Appetitzügler haben die meisten Nebenwirkungen, vor allem kommt es hier häufig zu Puls- und Blutdruckproblemen und bei langfristiger Einnahme kann auch eine Sucht entstehen. Die ersten Medikamente wie beispielsweise Rimonabant wurden deshalb schon vom Markt genommen. Zwar sind solche Medikamente noch auf dem Markt, es wird jedoch empfohlen, wenn man schon Medikamente einsetzt, diese nicht zu verwenden.

Die Wirkung besteht darin, dass Serotonin und Noradrenalin im Gehirn freigesetzt werden und dadurch das Hungergefühl verringert wird.

- Quellstoffe

Quellstoffe kann man sich wie einen „Schwamm“ vorstellen: Man nimmt vor dem Essen eine Tablette zu sich, im Magen saugt sich dieser „Schwamm“ voll und sorgt so dafür, dass man schneller satt wird.

Quellstoffe sind die Medikamente mit den wenigsten Nebenwirkungen. Man sollte allerdings sehr viel Wasser trinken, ansonsten kann dieser „Schwamm“ stecken bleiben und gefährliche Verstopfungen verursachen bzw. im schlimmsten Fall sogar zu einem Darmverschluss führen!

Die Medikamente im Detail

Eine Auflistung aller uns bekannten Medikamente findest du in der Kategorie: „Was für Medizin gibt es?

Wo bekommt man solche Medikamente?

Sehr bequeme Menschen können sich diese Medikamente (sofern nicht verschreibungspflichtig) mittlerweile auch schon bei einer Online Apotheke bestellen. Wichtig hierbei ist, darauf zu achten, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt (einmal ins Impressum schauen ob die Apotheke Ihren Sitz auch in Deutschland hat etc.). Doch wenn man wirklich abnehmen möchte dann wäre der erste Schritt vielleicht das Medikament nicht online zu bestellen sondern in die Apotheke nebenan zu gehen.